Gesamtschule Osterfeld

Schule kultureller Vielfalt
 

Inklusion als langfristige Herausforderung für die Schul- und Unterrichtsentwicklung

Das Thema Inklusion beschäftigt uns an der GSO bereits seit einer ganzen Weile. Ende Oktober nahm sich das Lehrerkollegium einen ganzen Tag Zeit, um die bisherige Arbeit zu reflektieren und neue Impulse für die zukünftige Arbeit zu gewinnen.

„Inklusion“ ist ein Begriff, mit dem sich das Kollegium der Gesamtschule Osterfeld nicht erst seit dem neunten Schulrechtsänderungsgesetz auseinandersetzt. In diesem Gesetz wurde rechtlich verankert, dass „Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung [...] grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden“ soll.

An der GSO arbeiten wir bereits seit 2012 an inklusiven Konzepten und waren somit eine der ersten Oberhausener Schulen, die sich den Herausforderungen von Integration und Inklusion im Sekundarstufenbereich stellten. In der Klasse 8g, geleitet von Frau Garde, Herrn Yeter und dem Sonderpädagogen Herrn Bramhoff, arbeiten seit dem Schuljahr 2012/2013 Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam und unterstützen einander im Unterricht. Auch in den Jahrgängen 5 bis 7 haben sich an der GSO inklusive Lerngruppen etabliert. Wir haben Lehrerkonferenzen zu dem Thema abgehalten, erhalten Unterstützung von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, haben Unterrichtsmaterialien gesichtet und individuelle Fortbildungen besucht.

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 gibt es nun an der GSO nicht mehr eine „Inklusionsklasse“ pro Jahrgang, sondern die Schülerinnen und Schüler werden auf die verschiedenen Klassen der Jahrgangsstufe verteilt – ein weiterer Schritt in Richtung „echter Inklusion“.

Dennoch fühlen wir uns noch lange nicht als ausgelernte Experten. Wie Lehrende vieler Schulen stehen auch die Lehrerinnen und Lehrer hier an der GSO vor der besonderen Herausforderung, ihren Unterricht unter den neuen Rahmenbedingungen, die sich teilweise sehr stark von den Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten an einer Förderschule unterscheiden, so zu gestalten, dass alle Kinder lernen können und bestmöglich gefördert werden. „Wir geben hier tagtäglich unser Bestes, keine Frage, aber gelernt haben wir das, was da jetzt von uns erwartet wird, eigentlich nicht im Studium“, so eine Kollegin neulich in einem Gespräch im Lehrerzimmer.  

So beschloss das Lehrerkollegium der Gesamtschule Osterfeld die erste schulinterne Lehrerfortbildung des Schuljahres komplett dem Thema Inklusion zu widmen. Unterstützt von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen verschiedener Förderschulen, Fachleitern aus der Referendarsausbildung, Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen und

therapeutische Fachkräfte moderierten in zwei Blöcken Workshops zu unterschiedlichsten Themenbereichen wie etwa „Berufsberatung für inklusive Schüler“ oder „Handlungsstrategien im Umgang mit Förderschülern der sozialen und emotionalen Entwicklung“.

  „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Fortbildungstages und auch froh und dankbar, relativ kurzfristig so tolle Moderatoren für unsere Workshops gefunden zu haben“, so Timo Marquardt, didaktischer Leiter und Hauptorganisator der Veranstaltung.