Gesamtschule Osterfeld

Schule kultureller Vielfalt
 

Stimmtraining für Lehrerinnen und Lehrer - Workshop

Gesunde Schule

Viele Kolleginnen/ Kollegen kennen diese Situation: die Stimme krächzt, man ist erkältet und kommt trotzdem zur Schule. Oder aber man wird angesprochen: „Du hörst dich aber gar nicht gesund an“ – „ Ich bin aber gar nicht krank“.  Die Arbeit in der Schule fordert der Stimme hohe Leistungen ab, egal ob man krank oder gesund ist. Dabei muss die Stimme im Idealfall belastbar und ausdrucksstark sein, um im Alltag zu bestehen. Wie man diese enormen Sprech-und Stimmleistungen ökonomisch am Besten erreichen kann, haben Kolleginnen und Kollegen unserer Gesamtschule, der Gesamtschule Weierheide und des Käthe Kollwitz Berufskollegs  letzten Mittwoch in einem ersten Workshop kennengelernt. Der Workshop ist der erste von insgesamt 4 Terminen in einer Fortbildungsreihe von insgesamt 4 verschiedenen Workshops und wurde von den jeweiligen Koordinatorinnen der einzelnen Schule im Rahmen des Landesprogramms „Bildung und Gesundheit“ organisiert.

Bereits im ersten Teil gab es eine Menge zu lernen:

Im Durchschnitt leiden 40% aller Lehrerinnen und Lehrer unter Stimmstörungen, mehr oder weniger stark. Nicht zuletzt liegt das daran, dass wir im Schnitt einer Lautstärke von ca. 60-65 Dezibel ausgesetzt sind, gegen die wir tagtäglich ansprechen. Das dies auf Dauer nicht gesund ist, liegt auf der Hand.  Doch welche Ressourcen besitzen wir,  wie entstehen Stimmstörungen, warum sollte man es vermeiden, sich bei einem „Frosch im Hals“  zu räuspern und stattdessen schlucken, Husten oder einen Schluck Wasser trinken?  Was passiert in diesen Momenten im Körper? Diesen Fragen sind  wir in der ersten Sitzung unter der Leitung des Logopäden Walter Dickerhoff theoretisch und auch praktisch in einigen Stimm- und Atemübungen nachgegangen. Es  war aufschlussreich sich mit der eigenen Stimme auseinander zu setzen, interessant und nicht zuletzt auf Grund der praktischen Übungen auch lustig und wir hatten doch eine Menge Spaß.

Am Ende gab es eine Hausaufgabe: „ Wann immer es geht – versuchen Sie in ruhigen Momenten auf Ihre Atmung zu achten und sich auf eine Bauchatmung zu konzentrieren“- und das Fazit: wir haben viel gelernt und sind gespannt auf den nächsten Workshop im Mai.

Und da man Hausaufgaben bekanntlich nicht auf die lange Bank schieben sollte, wurde direkt auf dem Heimweg geübt: an sämtlichen roten Ampeln wurde der Rat des Stimmtrainers beherzigt: Schultern und Nacken lockern, entspannen und tief in den Bauch atmen! 


(verfasst von Ümüt Yazar)