Gesamtschule Osterfeld

Schule kultureller Vielfalt
 

Auf nach Trier

(verfasst von Patrick Mosio)

Anfang Juni begaben wir, der Lateinkurs der Q1 zusammen mit Frau Vogt, uns nach Trier.

Geplant war eine gründliche Erkundung Triers und der Besuch einiger Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen.

Trier, die älteste Stadt Deutschlands, ist bekannt als das Rom des Nordens. Vor über 2000 Jahren wurde sie durch die Römer gegründet und entfaltete sich zu einer strategisch wichtigen Hauptstadt. Dementsprechend gibt es viele römische Bauten. Ungewöhnlich und deswegen auch so besonders ist, dass diese erhalten geblieben sind und  nun besichtigt werden können. Das war auch unser Ziel.

Nach einer fünfstündigen Zugfahrt betraten wir die Stadt durch die Porta Nigra , das bekannte, römische Stadttor. Ein erster kurzer Schnappschuss für das Fotoalbum und schon ging es weiter.

Denn auf uns wartete schon eine Führung, die durch den sehr symphytischen Herrn Heinrich vorbereitet wurde. Die Ausstellung widmete sich keinem geringeren als dem Kaiser Nero, trug aber auch den Beinamen Kaiser, Künstler und Tyrann , was auf die Vielseitigkeit deutete.

So war aber auch die Führung und Ausstellung: Vielseitig und überraschend. Herr Heinrich leitete uns durch die Phasen des Lebens Neros, die absurder nicht sein konnten. Genau diese Absurdität ist es, die uns heute noch an Nero so fasziniert.

Beim schönsten Wetter begaben wir uns, Eis naschend und durch die überschaubare aber sehr schöne Stadt laufend, in unsere Unterkunft. Dort aßen wir gemeinsam und hatten genug Zeit um in tiefe Gespräche zu gleiten. Für einige war sogar noch Zeit, um in das sieben Kilometer entfernte Luxemburg zu spazieren.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag begaben wir uns wieder in die Stadt, wo wir das Amphitheater besuchten. Der Besuch der Kaiserthermen und ein kurzer Museumsgang durch das Stadtmuseum Simeonstift war zeitlich ebenfalls im Rahmen.

Doch dann stand die zuvor viel versprochene Erlebnisführung in der Porta Nigra und die konnte sich sehen lassen! Durch als Römer verkleidete Schauspieler wurde die Geschichte der Stadt, die durch ihre Lage oft zur Verteidigung gezwungen war, dargestellt. Die Einbeziehung der Besucher spielte dabei eine große Rolle. Gelernt hat man somit viel, auch über andere Themen, die die Römer beschäftigten, wie z.B. ihre Götter.

Verlassen haben wir Trier wieder durch die Porta Nigra.

Der Besuch Triers war ein sehr gelungener Abschluss unsere Lateinkarriere, denn in wenigen Wochen werden wir das Latinum erhalten. Nicht nur wir, sondern auch Frau Vogt hatten ein sehr entspanntes, schönes und lehrreiches Wochenende. Vale, magsitra Vogt.