Gesamtschule Osterfeld

Schule kultureller Vielfalt
 

Fußball – Kurat al-qadam - Tore – hadaf - Spiel – Spaß – muba 

Jeden Donnerstag treffen sich GSO-Schüler und junge Flüchtlinge zu Sport und Spiel

Zehntklässler der Gesamtschule Osterfeld treffen sich an jedem Donnerstagnachmittag mit minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen aus dem Erstaufnahmelager Eisenheim in der GSO, um gemeinsam den Nachmittag zu verbringen. Ausnahmsweise geht es mal nicht um Schule, sondern um Sport, Spiel, Spaß, Gespräche, also den Austausch zwischen Jugendlichen, mal auf Englisch, mal auf Arabisch, mal mit Händen und Füßen. Nicht immer ganz einfach – aber die Schüler und die Flüchtlinge meistern das gemeinsam: Sie aktivieren ihre Fremdsprachenkenntnisse oder lernen ein bisschen Deutsch. Beide Seiten profitieren ungemein. Und das Wichtigste: Es macht allen großen Spaß.

Auf der Wunschliste der Flüchtlinge stehen an erster Stelle Fuß- und Volleyball. Frau Lottko, Sportlehrerin an der GSO betreut die Aktivitäten in der Turnhalle und ist begeistert: „ Der Sport schafft es mal wieder, die Grenzen zwischen den Kulturen nieder zu reißen.

Die Schüler zeigen sich von ihrer besten Seite: aufgeschlossen, engagiert, ideenreich und verantwortungsvoll. Ich lerne sie und die Flüchtlinge mal ganz anders kennen.“

Besonders aber beeindruckten die Schüler die Berichte der Flüchtlinge über das Leben in Krieg und Not. Ganz still wurden sie, als sie von den Erlebnissen auf der Flucht hörten. Hautnah erfuhren sie von Hunger, Tod, Gewalt, Ausbeutung und vor allem von Angst, Angst, die aufkommt, wenn man sich mutterseelenallein, ohne Eltern, Geschwister oder andere Verwandte auf den langen Weg nach Deutschland aufmacht und sich hier ein neues Leben aufbauen muss. Wann sehen diese jungen Menschen ihre Familien wieder? Sie wissen es nicht. Sie müssen mit dieser Ungewissheit leben und sich hier zurechtfinden.

Hergestellt wurde der Kontakt zwischen Eisenheim und der Gesamtschule Osterfeld durch Herrn Schepers (KAB), der sich ganz engagiert für die jungen Menschen einsetzt. Die Gesamtschule Osterfeld macht gerne mit. Hier hat man erkannt, welches Potenzial einerseits viele der Schüler für solch eine Aufgabe mitbringen und andererseits, dass Integration nur so funktioniert: Neue Freunde und ein tragfähiges, soziales Umfeld.  

(verfasst von E. Coenen-Pigulla)