Gesamtschule Osterfeld

Schule kultureller Vielfalt
 

We have a dream…

Meike Broscienski berichtet über die
Schulentwicklungswerkstatt vom 16.03.2015


Am vergangenen Montag kamen in der Aula der GSO rund 60 engagierte Vertreter der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft zusammen, um in einer Schulentwicklungswerkstatt über die Handy- und Smartphonenutzung an der GSO zu reflektieren und Ideen zum Umgang mit mobilen digitalen Medien zu sammeln.

Die Aula der GSO war an diesem Abend von 18.00 - 21.00 Uhr in eine „Zukunftswerkstatt“ verwandelt. Passend zum Thema eröffnete der Schulleiter Herr Kühn den Abend mit einem Livestream aus einem aktuellem Heute Journal: „Vernetzt und kreativ. Schulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter.“

Dass die Handy- und Smartphonenutzung an der GSO mit vielen besonderen Wünschen, Träumen aber auch Sorgen und Ängsten verbunden ist, war bereits im Vorfeld in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen der Schüler, Eltern und Lehrer deutlich geworden, und so hatten die Teilnehmer zu Beginn der „Zukunftswerkstatt“ zunächst die Möglichkeit, in einer „Kritikphase“ alles loszuwerden, was sie am Thema Handynutzung in der Schule stört, nervt, besorgt oder gar verängstigt.


Können Schüler sich noch auf den Lernstoff konzentrieren, wenn sie in den Pausen uneingeschränkt mit ihren Smartphones „zocken“ dürfen? Ist es fair, wenn Schüler ihre Handys zuhause oder in der Tasche lassen müssen, Lehrer es aber in der Schule benutzen dürfen?

In einem nächsten Schritt, der Fantasiephase, durfte geträumt werden. In einer Welt, in der alles möglich ist… Wie sieht es dort mit dem Einsatz neuer Medien an unserer Schule aus? Lehrer, Eltern und Schüler träumten gemeinsam von Tabletkoffern für jede Klasse, von Medienbuddys, die andere Schüler im vernünftigen Umgang mit ihrem Handy unterstützen, von Lehrern, die auf Fortbildungen zu echten Medienprofis ausgebildet werden und von einer Schule, an der es feste Regeln zum Umgang mit Handys und Smartphones gibt, an die sich alle ohne Diskussionen halten.

Und kann es an einer solchen Schule dann nicht auch Schulhöfe geben, die zum Spielen ohne Handy einladen? Auf denen Kletterparcours und Grünflächen zum Toben einladen?



Ja kann es? Diese Frage stellte man sich in der dritten und letzten Phase, in der es darum ging, die Träume und Wünsche auf ihre Umsetzungsmöglichkeit zu prüfen und zu kategorisieren. Was ist realistisch und schnell umsetzbar? Was kann umgesetzt werden, braucht aber seine Zeit? Was wäre zwar fantastisch, ist aber finanziell oder strukturell so schwer umzusetzen, dass wir davon vorerst weiter träumen müssen?

Am Ende gab es eine Aula verschönert mit bunten kreativ gestalteten Stellwänden, auf denen eine Reihe von unterschiedlichen Vorstellungen und Ideen zum Umgang mit mobilen digitalen Medien zu finden sind. Entstanden sind sie in einem produktiven Austausch der Schulgemeinschaft der GSO und dienen weiter als Impuls zur Weiterarbeit an einer zeitgemäßen Mobilfunknutzungsordnung an der GSO.